Kritik-Converter

Aufgabe

Ich habe mich bei der Aufgabe „Stellungnahme zur Kritik der anderen an der eigenen Arbeit“ für die Variante b), die surrealistische Stellungnahme fest im Ausdruck, frei in den Formaten!“entschieden.

Idee

Als ich die Aufgabe gelesen habe, hatte ich direkt die Idee, mich im Bereich Skulpturen ausprobieren, da das für mich sehr gut zum Surrealismus passt. Dazu habe ich überlegt, was das Feedback und Feedback im allgemeinen mit mir macht. Wenn ich Kritiken lese geht es mir wie vermutlich vielen: Die Kritik zieht einen erstmal ein wenig herunter. Mir fällt immer wieder auf, dass man sich negativen Kritiken oder die Verbesserungsvorschläge viel mehr zu Herzen nimmt, als die positiven Worte. Diese unterschiedliche Gewichtung von Kritiken könnte dafür sorgen, dass man nach Feedbacks in seiner Begeisterung erstmal etwas gedämpft wird. Nachdem ich aber ein wenig drüber nachgedacht habe, kamen mir dank dieses Feedbacks neue Ideen, wie ich meine Arbeit verbessern und erweitern kann. Neben der konstruktiven Kritik versuche ich auch, mir die positiven Stimmen besonders ins Bewusstsein zu holen – eben weil man diese gerne mal überliest und nur auf das negative achtet. Diesen Prozess, sowohl positive als auch negative Kritiken zu verarbeiten, möchte ich mit meiner Skulptur darstellen. Dazu habe ich die Kritiken schwarz auf weiß ausgedruckt und den Kopf damit „gepflastert“, so wie auch Kritiken manchmal „erschlagend“ auf einen einwirken können. Daraus entstehen jedoch positive Gedanken, die ich als bunte „Gedanken-Fäden“ aus dem Hinterkopf kommen lasse.

Skizzen

Prozess:

Aus Mehl und Wasser habe ich einen Kleber hergestellt, der sich gut für Pappmaché eignen soll. Für die Kopf-Form habe ich einen Luftballon gewählt und diesen erst mit Zeitung und anschließend mit Feedback-Fetzen beklebt. Nachdem das Ganze über Nacht getrocknet ist, habe ich den Ballon zerstochen und in den hinteren Teil des Kopfes ein Loch geschnitten. Anschließend war mir das ganze noch zu rund und ich habe Nase, Augen, Augenbrauen und Ohren geformt und ebenfalls mit den Schnipseln beklebt.

Damit das ganze einen Ausstellungscharakter erhält, habe ich den Kopf auf einen Stock gesteckt und einen Sockel dran gebohrt. Das Grundgerüst ist nun fertig.

Zuerst hatte ich überlegt „Die positiven, bunten Gedanken-Fäden“ ebenfalls aus Pappmaché zu formen. Das Ganze wirkte aber zu starr und eher wie kleine Eier, die aus dem Kopf ragen, und ich suchte nach etwas „fließenderem“. Ich habe mich letztendlich für Krepppapier entschieden. Viele Bunte Farben sollen hier die positiven Gedanken und Ideen untermalen.

Mein Fotografie-Setup. Ich hab einen gelben Hintergrund gewählt, weil es vor weiß nicht so gut gewirkt hat.

Mit einem Ventilator wurde hier das Flattern des Papiers, also das Strömen der Gedanken und Ideen erzeugt.

Ergebnis:

Für das Endergebnis habe ich mich doch noch dazu entschieden, dem ganzen ein Gesicht zu geben. Ohne hat man einfach nicht so gut erkennen können, dass es ein Gesicht darstellen soll.

Ansicht von Links, Hinten und Rechts

Fazit

Mein Fazit zu meiner eigenen Arbeit: Ich habe es mir tatsächlich ein wenig anders im Ergebnis vorgestellt. Ich würde für das nächste Mal vielleicht mit Ton oder ähnlichem arbeiten, um dem Ganzen einen professionelleren Look zu geben. Trotzdem finde ich, dass mein Idee, das Feedback aufzusaugen und hinten aus dem Kopf inspirierter heraus zu lassen, gut dargestellt wird.

Zum allgemeinen Feedback-Runde des Kurses: Ich fand die Idee sehr gut und es hat mir am Anfang auch wirklich sehr viel Spaß gemacht. Ich habe mich auch sehr bemüht, gutes Feedback zu geben. Aber ich hatte das Gefühl, viele haben die Feedbackrunde nicht ernst genommen, sodass ich leider nur wenige Feedbacks erhalten habe. Dadurch hatte ich ehrlich gesagt auch keine Lust mehr, anderen ein Feedback zu schreiben. Vielleicht hätte man es so lösen können, dass man einen Schein bekommt, wenn man wirklich alle Feedbacks geschrieben hat.

Abschließend kann ich jedoch sagen, dass das plötzliche digitale Semester sehr gut gelöst wurde. Ich fand es spannend, auf surrealistisch-gestaltende Art mit dem Feedback umzugehen und eine neue Ausdrucksform zu probieren.